Warum fällt Loslassen so schwer?

Warum fällt Loslassen so schwer?

Sabrina Müller
von Sabrina Müller

Ich glaube, jede Frau hat diesen einen Gegenstand.

Ein Kleid, das seit Jahren ungetragen im Schrank hängt. Eine Kiste voller Erinnerungen auf dem Estrich. Oder die Jeans, in die man irgendwann wieder hineinpassen möchte.

Eigentlich wissen wir längst, dass wir vieles davon nicht mehr brauchen. Und trotzdem bringen wir es nicht übers Herz, uns davon zu trennen.

Ich habe schon unzählige Male mit einer Kundin vor einem Kleiderschrank gestanden. Sie hält ein Kleid in der Hand, schaut mich an und sagt:

„Ich verstehe mich einfach nicht. Warum fällt mir das so schwer?“

Jedes Mal hat mich diese Frage beschäftigt.

Vielleicht hast du sie dir selbst auch schon gestellt.

Früher dachte ich, manche Menschen könnten einfach besser loslassen als andere. Dass sie entschlossener sind oder weniger sentimental. Heute glaube ich das nicht mehr.

Seit ich als Ordnungscoach arbeite, höre ich immer wieder dieselben Sätze:

„Das war doch so teuer.“

„Vielleicht brauche ich es irgendwann wieder.“

„Das wäre doch viel zu schade.“

Irgendwann wollte ich verstehen, warum wir alle so ähnlich denken. Also begann ich zu lesen. Nicht Bücher übers Aufräumen, sondern Bücher über Psychologie, Verhaltensforschung und unser Gehirn.

Und weisst du, was mich am meisten überrascht hat?

An dir ist überhaupt nichts falsch.

Unser Gehirn macht genau das, wofür es gemacht ist. Es möchte uns vor Fehlentscheidungen schützen, hält an Erinnerungen fest und bewertet unsere eigenen Dinge automatisch als wertvoller. Vieles, was sich beim Ausmisten irrational anfühlt, ist in Wirklichkeit ein völlig normales menschliches Verhalten.

Diese Erkenntnis hat nicht nur meine Sicht auf das Ausmisten verändert. Sie hat auch verändert, wie ich meine Kundinnen begleite. Denn wenn wir verstehen, warum Loslassen so schwerfällt, hören wir auf, uns dafür zu verurteilen.

Und genau deshalb möchte ich dich heute auf eine kleine Reise mitnehmen. Nicht durch deinen Kleiderschrank, sondern durch dein Gehirn. Ich verspreche dir: Wenn du verstehst, was dort passiert, wirst du dich beim nächsten Ausmisten mit ganz anderen Augen sehen – und vielleicht fällt das Loslassen dann tatsächlich ein kleines bisschen leichter.


Warum fühlt sich ein altes Kleid plötzlich so wertvoll an?

Sommerkleid aufgehängt an einer Kleiderstange

Vor einiger Zeit hielt eine Kundin ein Sommerkleid in den Händen. Sie hatte es seit Jahren nicht mehr getragen. Es passte weder zu ihrem Stil noch zu ihrem heutigen Leben. Trotzdem konnte sie es einfach nicht in die Spendenkiste legen.

Sie schaute mich an und sagte nur:

«Es fühlt sich irgendwie falsch an.»

Damals konnte ich dieses Gefühl zwar nachvollziehen, aber ich konnte es nicht erklären.

Erst während meiner Recherche stiess ich auf den Endowment Effect, auf Deutsch den Besitztumseffekt. Der Psychologe Daniel Kahneman beschreibt damit ein Phänomen, das wir alle kennen, ohne es zu bemerken: Sobald uns etwas gehört, erscheint es uns automatisch wertvoller.

Nicht, weil sich der Gegenstand verändert hat.

Sondern weil unsere Beziehung zu ihm eine andere geworden ist.

Als ich das gelesen habe, musste ich sofort an unzählige Coachings denken. Plötzlich ergaben so viele Situationen Sinn. Die Vase, die längst nicht mehr gefällt. Die Handtasche, die seit Jahren unbenutzt im Schrank liegt. Oder eben dieses Sommerkleid.

Vielleicht kennst du das selbst.

Wenn du genau dieses Kleid auf einem Flohmarkt sehen würdest, würdest du wahrscheinlich daran vorbeigehen. Hängt es aber in deinem eigenen Schrank, fühlt es sich plötzlich besonders wertvoll an.

Nicht das Kleid hat sich verändert.

Dein Blick darauf hat sich verändert.

Diese Erkenntnis hat auch meinen Blick aufs Ausmisten verändert. Denn wenn sich ein Gegenstand unglaublich wertvoll anfühlt, bedeutet das nicht automatisch, dass du ihn behalten solltest. Es bedeutet erst einmal nur, dass dein Gehirn genau das tut, wofür es gemacht ist.

Es schützt etwas, das sich nach deinem anfühlt.


Warum denken wir immer: «Vielleicht brauche ich es ja doch noch?»

Es gibt einen Satz, den ich wahrscheinlich in fast jedem Coaching höre:

«Was, wenn ich es irgendwann wieder brauche?»

Mal geht es um ein Kabel, von dem niemand mehr weiss, wozu es eigentlich gehört. Mal um eine Backform, die seit Jahren unbenutzt im Keller steht. Oder um den Entsafter, der seit dem Kauf genau zweimal im Einsatz war.

Wenn ich dann frage, wann der Gegenstand zuletzt benutzt wurde, höre ich oft Antworten wie: «Vor sechs Jahren.» Oder: «Eigentlich noch nie.»

Und trotzdem bleibt er.

Früher dachte ich, das liege einfach daran, dass wir uns mit Entscheidungen schwertun. Heute weiss ich: Auch dahinter steckt unser Gehirn.

Während meiner Recherche bin ich immer wieder auf den Begriff Loss Aversion gestossen – auf Deutsch Verlustaversion. Die Psychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky konnten zeigen, dass wir einen möglichen Verlust viel stärker empfinden als einen gleich grossen Gewinn.

Als ich das gelesen habe, machte es bei mir richtig Klick.

Plötzlich verstand ich, warum sich Ausmisten manchmal so unangenehm anfühlt.

Unser Gehirn denkt nämlich nicht: «Wie schön, endlich mehr Platz im Schrank.»

Es denkt: «Stell dir vor, genau nächste Woche brauchst du diesen Entsafter.»

Obwohl die Wahrscheinlichkeit verschwindend klein ist, fühlt sich das mögliche Bereuen riesig an.

Was wir dabei oft vergessen: Auch das Behalten hat seinen Preis.

Jeder Gegenstand braucht Platz. Er muss abgestaubt, umgeräumt und irgendwann wieder in die Hand genommen werden. Und manchmal erinnert er uns jeden Tag daran, dass wir uns eigentlich schon längst von ihm trennen wollten.

Seit ich die Forschung dazu kenne, stelle ich meinen Kundinnen deshalb eine andere Frage. Nicht: «Brauchst du das noch?» Sondern:

«Was kostet es dich, es weiterhin aufzubewahren?»

Ich mag diese Frage, weil sie den Blick verändert.

Plötzlich geht es nicht mehr nur um den möglichen Verlust. Sondern auch um das, was wir gewinnen können: mehr Platz, mehr Übersicht und vor allem mehr Ruhe.

Und vielleicht beginnt genau dort das eigentliche Loslassen.


Warum können wir Fehlkäufe nicht loslassen

Es gibt einen Satz, den ich in meinen Coachings immer wieder höre:

„Das war doch so teuer.“

Mal geht es um eine Küchenmaschine, die nur zweimal benutzt wurde. Mal um ein Designerkleid, das bis heute mit Etikette im Schrank hängt. Oder um das Fitnessgerät, das eigentlich nur noch als Kleiderständer dient.

Je mehr Geld wir für etwas ausgegeben haben, desto schwerer fällt uns oft das Loslassen.

Früher dachte ich, das sei einfach menschlicher Ärger über einen Fehlkauf. Doch während meiner Recherche stiess ich auf die Sunk Cost Fallacy, auf Deutsch spricht man von der Kostenfalle.

Die Idee dahinter ist faszinierend: Wir halten an etwas fest, weil wir bereits Zeit, Geld oder Energie investiert haben – obwohl diese Investition längst Vergangenheit ist.

Eigentlich ergibt das gar keinen Sinn.

Das Geld ist ausgegeben. Ob das Kleid noch zehn Jahre im Schrank hängt oder morgen jemand anderem Freude bereitet, ändert nichts daran.

Und trotzdem hoffen wir unbewusst, den Kauf doch noch rechtfertigen zu können.

Vielleicht ziehe ich es nächsten Sommer an.

Vielleicht beginne ich doch noch mit Yoga.

Vielleicht brauche ich die Küchenmaschine an Weihnachten.

Als ich das gelesen habe, musste ich schmunzeln. Nicht, weil ich meine Kundinnen darin wiedererkannte – sondern weil ich mich selbst darin erkannte. Wer hat nicht schon einmal etwas gekauft, das sich später als Fehlentscheidung herausgestellt hat?

Heute sage ich meinen Kundinnen deshalb oft einen Satz, über den sie zuerst nachdenken müssen:

„Der Fehler war nicht der Fehlkauf.“

„Der Fehler wäre, wenn er dich noch jahrelang belastet.“

Plötzlich geht es nicht mehr darum, den Kauf von damals zu rechtfertigen. Sondern darum, heute eine Entscheidung zu treffen, die dir guttut.

Denn jeder Gegenstand, den wir aus schlechtem Gewissen aufbewahren, nimmt nicht nur Platz im Schrank ein – sondern oft auch ein kleines Stück Platz in unserem Kopf.

Warum wir Dinge für unser zukünftiges Ich aufbewahren

Dieses Thema hat mich während meiner Recherche wohl am meisten berührt.

In fast jedem Coaching tauchen Gegenstände auf, die kaum oder sogar noch nie benutzt wurden. Eine Nähmaschine. Eine Staffelei. Eine Yogamatte. Oder ein Stapel Sprachbücher.

Wenn ich dann frage: „Benutzt du das?“, lautet die Antwort meistens: „Nein.“

Doch kurz darauf folgt oft der Satz, der eigentlich viel wichtiger ist:

„Eigentlich wollte ich immer nähen lernen.“

Oder:

„Ich dachte, wenn die Kinder grösser sind, habe ich wieder Zeit dafür.“

Als ich mich intensiver mit diesem Thema beschäftigte, stiess ich auf den Begriff Aspirational Identity. Gemeint ist damit unser Wunsch-Ich – also die Person, die wir eines Tages sein möchten. Die Frau, die mehr Sport macht, regelmässig malt, gesünder kocht, endlich Italienisch lernt oder wieder Zeit für ihre Hobbys findet.

Plötzlich machte auch dieses Verhalten Sinn.

Wir bewahren viele Dinge nicht für unser heutiges Leben auf, sondern für das Leben, das wir uns irgendwann wünschen.

Deshalb fällt Loslassen manchmal so schwer.

Wir geben nicht einfach eine Yogamatte oder eine Nähmaschine weg. Manchmal verabschieden wir uns von einer Vorstellung, die wir lange von uns hatten. Und das darf traurig sein.

Ich sage meinen Kundinnen deshalb nie: „Das brauchst du nicht mehr.“

Ich frage lieber:

„Passt dieser Gegenstand noch zu deinem Leben heute?“

Ich mag diese Frage, weil sie nicht bewertet, was einmal war oder was vielleicht noch kommt. Sie richtet den Blick auf das Hier und Jetzt.

Und manchmal entsteht genau dadurch etwas ganz Wertvolles: Platz. Nicht nur im Schrank, sondern auch im Kopf. Denn wir dürfen aufhören, einem Leben hinterherzuräumen, das vielleicht nie zu unserem geworden wäre.


Warum Erinnerungsstücke so schwer loszulassen sind

Es gibt Gegenstände, bei denen es nie wirklich um den Gegenstand geht.

Vielleicht ist es der Schal deiner Grossmutter. Die erste Spieluhr deines Kindes. Oder das Kaffeegeschirr, das seit Jahren unbenutzt im Schrank steht.

Ich habe einmal eine Kundin begleitet, die sich von einer alten Tasse einfach nicht trennen konnte. Sie war angeschlagen und eigentlich hätte sie längst entsorgt werden sollen. Als ich sie fragte, warum sie bleiben müsse, füllten sich ihre Augen mit Tränen.

„Die gehörte meiner Mutter.“

In diesem Moment war klar: Es ging nie um die Tasse.

Während meiner Recherche bin ich auf den Konsumforscher Russell Belk gestossen. Er prägte den Begriff Extended Self – die erweiterte Identität. Seine Forschung beschreibt, wie Besitztümer Teil von uns werden können. Sie erinnern uns an Menschen, an Lebensabschnitte und an besondere Momente. Kein Wunder also, dass sich Loslassen manchmal anfühlt, als würden wir ein Stück unserer Vergangenheit verlieren.

Als ich das gelesen habe, war ich ehrlich gesagt erleichtert. Wieder hatte ich das Gefühl: Jetzt ergibt so vieles Sinn.

Gleichzeitig habe ich in den letzten Jahren etwas Schönes beobachten dürfen. Die Erinnerung verschwindet nicht, wenn wir einen Gegenstand loslassen. Sie wohnt nicht in einer Tasse oder in einem Schal. Sie lebt in den Geschichten, die wir erzählen, in den Fotos, die wir anschauen, und in den Menschen, die wir lieben.

Deshalb frage ich meine Kundinnen manchmal:

„Brauchst du den Gegenstand, um die Erinnerung lebendig zu halten – oder reicht die Erinnerung vielleicht auch ohne den Gegenstand?“

Diese Frage beantwortet niemand sofort.

Aber sie öffnet oft eine Tür.

Denn manchmal genügt es, einen ganz besonderen Gegenstand zu behalten, statt eine ganze Kiste voller Erinnerungen aufzubewahren.

Frau organisiert ihre Kleider

Warum wir beim Ausmisten irgendwann völlig erschöpft sind

Vielleicht kennst du das auch.

Du nimmst dir einen Samstag vor, räumst motiviert den Kleiderschrank aus und bist überzeugt: Heute wird endlich alles ausgemistet.

Die ersten Entscheidungen fallen leicht. Das Kleid darf gehen. Die Bluse auch. Doch nach einer Weile sitzt du zwischen den Kleiderstapeln und merkst, wie jede weitere Entscheidung plötzlich unglaublich anstrengend wird. Aus einem klaren «Ja» oder «Nein» wird immer häufiger ein «Vielleicht».

Früher dachte ich, das sei einfach fehlende Motivation. Heute weiss ich, dass auch dahinter unser Gehirn steckt.

Während meiner Recherche bin ich auf den Begriff Decision Fatigue gestossen – auf Deutsch spricht man von Entscheidungsmüdigkeit. Der Psychologe Roy Baumeister beschreibt damit ein Phänomen, das wir alle aus dem Alltag kennen: Je mehr Entscheidungen wir treffen müssen, desto schwieriger fällt uns jede weitere.

Und genau das passiert beim Ausmisten.

Bei jedem einzelnen Gegenstand entscheidet dein Gehirn neu: Behalten? Spenden? Verkaufen? Vielleicht doch noch einmal benutzen?

Kein Wunder fühlt sich dein Kopf irgendwann an, als wäre der Akku leer.

Seit ich das weiss, empfehle ich meinen Kundinnen auch nicht mehr, an einem Wochenende das ganze Haus auszumisten. Viel sinnvoller ist es, sich nur einen kleinen Bereich vorzunehmen. Eine Schublade. Ein Regal. Oder den Kleiderschrank – aber nicht gleich auch noch den Estrich.

Nicht weil dir die Disziplin fehlt.

Sondern weil dein Gehirn irgendwann eine Pause braucht.

Was ich aus all dem gelernt habe

Als ich begann, mich mit der Psychologie des Loslassens zu beschäftigen, wollte ich eigentlich nur verstehen, warum Ausmisten vielen Menschen so schwerfällt.

Gefunden habe ich aber noch etwas viel Wertvolleres.

Ich habe verstanden, dass wir oft viel strenger mit uns selbst sind, als wir es sein müssten.

Wie oft denken wir: «Warum bin ich nur so unordentlich?» oder «Warum kann ich mich einfach nicht trennen?»

Dabei macht unser Gehirn genau das, wofür es gemacht ist. Es möchte uns vor Fehlentscheidungen schützen. Es hält Erinnerungen fest, bewertet unsere eigenen Dinge automatisch höher und lässt uns lieber etwas behalten, als später etwas zu bereuen.

Plötzlich war für mich klar: Beim Ausmisten geht es viel weniger um Disziplin, als wir glauben.

Es geht um Verständnis.

Und genau das wünsche ich mir auch für dich.

Dass du dich beim nächsten Ausmistprojekt nicht dafür verurteilst, wenn dir eine Entscheidung schwerfällt. Sondern dass du einen Moment innehältst und denkst:

«Aha. Deshalb fühlt sich das gerade so schwierig an.»

Allein dieser Gedanke nimmt oft schon unglaublich viel Druck heraus.

Vier Fragen, die dir das Loslassen leichter machen

Wenn du das nächste Mal einen Gegenstand in der Hand hältst und nicht weiterkommst, musst du die Antwort nicht sofort kennen. Oft hilft es schon, dir eine andere Frage zu stellen.

  • Passt dieser Gegenstand noch zu meinem Leben heute?
  • Würde ich ihn heute noch einmal kaufen?
  • Behalte ich gerade den Gegenstand oder die Erinnerung daran?
  • Was kostet es mich, ihn weiterhin aufzubewahren?

Ich stelle genau diese Fragen auch meinen Kundinnen. Nicht, weil es für alles eine einfache Antwort gibt. Sondern weil sie den Blick verändern. Und genau dort beginnt oft das eigentliche Loslassen.

Fazit

Vielleicht hast du diesen Artikel gelesen, weil du dachtest, du würdest einfach nicht gut genug ausmisten können.

Ich hoffe, du gehst jetzt mit einem anderen Gefühl nach Hause.

Nicht jeder Gegenstand ist einfach nur ein Gegenstand. Manche stehen für Erinnerungen. Andere für Hoffnungen, für verpasste Chancen oder für die Person, die wir gerne einmal gewesen wären.

Kein Wunder also, dass Loslassen manchmal schwerfällt.

Aber jetzt weisst du auch: Das hat nichts mit mangelnder Disziplin zu tun.

Mit dir ist nichts falsch.

Du bist einfach ein Mensch. Mit Erinnerungen. Mit Gefühlen. Mit Hoffnungen. Und mit einem Gehirn, das dich vor Verlusten schützen möchte.

Vielleicht fällt dir das nächste Ausmistprojekt deshalb nicht automatisch leichter.

Aber vielleicht begegnest du dir dabei mit etwas mehr Verständnis.

Und manchmal ist genau das der erste Schritt zu einem Zuhause, das sich nicht nur ordentlicher anfühlt – sondern auch leichter.

Häufige Fragen zum Thema Loslassen

Warum fällt mir das Loslassen so schwer?

Unser Gehirn bewertet mögliche Verluste stärker als mögliche Gewinne. Gleichzeitig verbinden wir viele Gegenstände mit Erinnerungen oder Hoffnungen. Deshalb fühlt sich Loslassen oft emotional an – selbst wenn wir den Gegenstand gar nicht mehr benutzen.

Warum kann ich nichts wegwerfen?

Das hat selten mit mangelnder Disziplin zu tun. Häufig spielen psychologische Effekte wie Verlustaversion, der Besitztumseffekt oder Erinnerungen eine Rolle.

Wie kann ich leichter ausmisten?

Nimm dir kleine Bereiche vor und stelle dir Fragen wie: «Passt dieser Gegenstand noch zu meinem Leben heute?» oder «Würde ich ihn heute noch einmal kaufen?» Das hilft oft mehr als der Vorsatz, möglichst viel auf einmal auszusortieren.

Ist es normal, sich nach dem Ausmisten traurig zu fühlen?

Ja. Vor allem Erinnerungsstücke oder Gegenstände, die für einen Traum oder einen Lebensabschnitt stehen, können Gefühle auslösen. Das bedeutet nicht, dass deine Entscheidung falsch war.

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Seit 2020 begleite ich Frauen dabei, nicht nur Ordnung in ihr Zuhause zu bringen, sondern auch Leichtigkeit in ihren Alltag. Ohne Druck, ohne Perfektion und ohne erhobenen Zeigefinger.

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Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, freue ich mich, dich kennenzulernen.






Sabrina Müller
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