8 schockierende Fakten über Unordnung

8 schockierende Fakten über Unordnung

Sabrina Müller
von Sabrina Müller

Vor einigen Wochen stand ich bei einer Kundin in Zürich im Wohnzimmer.

Eigentlich wollten wir nur die Kommode im Eingangsbereich organisieren.

Doch schon nach wenigen Minuten hielt sie inne, schaute mich an und sagte lachend:

„Sabrina, ich verstehe einfach nicht, wie so viele Dinge in unser Zuhause gekommen sind.“

Ich musste schmunzeln.

Denn genau diesen Satz höre ich als Ordnungscoach in Zürich fast jede Woche.

Und ehrlich gesagt habe ich ihn mir selbst auch schon gestellt.

Woher kommen plötzlich all diese Kabel?

Warum besitzen wir fünf Scheren – und trotzdem ist nie eine dort, wo wir sie gerade brauchen?

Und weshalb fühlt sich Aufräumen manchmal wie eine Aufgabe an, die niemals endet? Je länger ich Menschen beim Ordnung schaffen begleite, desto mehr wird mir klar:

Die meisten Frauen sind gar nicht unordentlich.

Sie besitzen schlicht zu viele Dinge.

Als ich mich intensiver mit diesem Thema beschäftigte, stiess ich auf einige Zahlen und Studien, die mich wirklich überrascht haben.

Vielleicht verändern sie auch deine Sicht auf Unordnung.

8 schockierende Fakten über dein Zeug

80 Prozent der Dinge werden nie benutzt

Als ich diese Zahl zum ersten Mal gelesen habe, musste ich sofort an viele Kundinnen denken.

Sie räumen jeden Tag auf.

Und trotzdem haben sie das Gefühl, nie fertig zu werden. Nicht weil sie faul oder unordentlich wären.

Sondern weil sie ständig Dinge verwalten, die sie längst nicht mehr brauchen.

Viele Dinge, die wir besitzen, werden kaum oder nie genutzt.

Der Grossteil unseres Besitzes hat im Alltag keine Funktion.

Und trotzdem räumen wir darum herum. Putzen es. Verstauen es. Suchen es.

Es ist nicht dein Chaos. Es ist Überfülle. Ordnung schaffen, aber wo anfangen?


Ein Haushalt besitzt rund 300’000 Gegenstände

Ein durchschnittlicher Haushalt besitzt unglaublich viele Dinge.

Dreihunderttausend einzelne Objekte.

Kleidung. Küchengeräte. Papier. Kabel. Erinnerungen.

Unordnung ist selten mangelnde Disziplin.

Sie ist oft eine logische Folge von Menge.

Gerade in Städten wie Zürich, wo Wohnraum teuer ist, wird Überbesitz schnell zur Belastung.


1 von 4 Paaren streitet wegen Unordnung

Forschungen zeigen, dass etwa ein Viertel aller Paare sich regelmässig wegen Haushalt und Unordnung streitet (Journal of Family Psychology)

Chaos ist kein Oberflächenthema.

Hinter Diskussionen über Dinge stecken oft mentale Last, Zeitdruck und unausgesprochene Erwartungen.

Ordnung entlastet nicht nur Räume - sie entlastet Beziehungen.

Genau deshalb hat mich dieses Thema zu einem eigenen Blogartikel "Warum streiten wie uns immer übers Aufräumen" inspiriert.

Denn hinter Streit über offene Schranktüren oder herumliegende Schuhe steckt fast nie nur die Unordnung selbst.


25 Prozent der Garagen sind keine Garagen mehr

25 Prozent der Haushalte mit Garage können ihr Auto nicht mehr darin parken..

Garagen werden zu Lagerräumen.

Keller zu Zwischenstationen.

Mehr Platz löst selten das Grundproblem.

Er vergrössert es.

Mehr Platz ersetzt keine Entscheidung beim Ausmisten. 

Bei meinen Kundinnen ist es oft nicht die Garage.

Sondern der Keller.

Der Estrich.

Oder das Gästezimmer, das längst zum Lagerraum geworden ist.


Ausmisten reduziert Hausarbeit um bis zu 40 Prozent

Weniger Besitz bedeutet weniger Pflegeaufwand.

Weniger Staub.

Weniger Aufräumen.

Weniger Suchen.

Für Frauen mit wenig Zeit ist Ordnung schaffen kein Hobby.

Es ist konkrete Entlastung im Alltag.

Ausmisten spart messbar Zeit und reduziert Stress im Zuhause.

Genau deshalb beginnt Ordnung für mich nie beim Einräumen.

Sondern immer beim Loslassen.

Aber warum fällt uns das Loslassen überhaupt so schwer?

Viele meiner Kundinnen sagen: «Ich weiss, dass ich das nicht mehr brauche – und trotzdem bringe ich es nicht übers Herz, es wegzugeben.»

Genau dieser Frage wollte ich auf den Grund gehen. Ich habe mich intensiv mit Psychologie und Verhaltensforschung beschäftigt und war überrascht, wie viele wissenschaftliche Erklärungen es dafür gibt.

Lies hier weiter: Warum fällt Loslassen so schwer? Die Psychologie hinter unseren Dingen.


Wir verbringen rund 2 Tage pro Jahr mit Suchen

Wir suchen täglich nach Schlüssel, Dokumente, Kleidung.

Unglaublich zwei volle Tage, was könnten wir damit besseres anstellen?

Stell dir einmal vor, was du in dieser Zeit stattdessen machen könntest.

Mit deinen Kindern spielen.

Ein Buch lesen.

Oder einfach einmal nichts tun.

Ordnung ist Zeitmanagement in physischer Form.

Unordnung erhöht messbar den Stress

Studien zeigen, dass Frauen in unordentlichen Haushalten höhere Stresswerte haben.

Nicht, weil sie empfindlicher sind.

Sondern weil sie oft mehr Verantwortung tragen.

Ein überfülltes Zuhause hält das Nervensystem in Alarmbereitschaft.


Die Self Storage Branche wächst stetig

Mehr Besitz führt zu mehr Lagerraum.

Doch zusätzlicher Platz ersetzt keine Entscheidung.

Unordnung verschwindet nicht, sie wird einfach ausgelagert.

Ich sage deshalb oft:

Mehr Stauraum ist selten die Lösung.

Die Lösung ist, weniger aufbewahren zu müssen.


🌿 Ordnung ist kein Trend. Sie ist eine Antwort.


Wir leben in einer Zeit, in der Kaufen so einfach ist wie nie zuvor.

Ein Klick – und schon ist das nächste Paket unterwegs.

Loslassen hingegen fällt uns oft schwer.

Nicht, weil wir unordentlich sind. Sondern weil viele Dinge mit Erinnerungen, Hoffnungen oder einem schlechten Gewissen verbunden sind.

Genau deshalb wird Ordnung schaffen heute immer wichtiger – besonders in Städten wie Zürich, wo Wohnraum kostbar und Zeit oft Mangelware ist.

Ordnung bedeutet für mich nicht, minimalistisch zu leben oder auf alles zu verzichten.

Ordnung bedeutet, dass dein Zuhause dich unterstützt, statt dich täglich zu überfordern.

Dass du nicht mehr ständig suchen musst.

Dass du nicht jeden Abend erst aufräumen musst, bevor du dich entspannen kannst.

Und dass dein Zuhause wieder ein Ort wird, an dem du gerne bist. Wenn du dich in einigen dieser acht Fakten wiedergefunden hast, dann nimm bitte eines mit:

Du bist nicht unordentlich.

Du lebst in einer Welt, in der wir mehr besitzen als jemals zuvor. Und genau deshalb fällt Ordnung schaffen vielen Menschen schwer.

Die gute Nachricht ist: Das lässt sich verändern.

Seit über sechs Jahren begleite ich Frauen und Familien in Zürich und der Region dabei, Ballast loszulassen und ein Zuhause zu schaffen, das wieder Leichtigkeit schenkt.

Vielleicht ist jetzt auch für dich der richtige Zeitpunkt, nicht einfach weiter aufzuräumen – sondern nachhaltig etwas zu verändern.

👉 Buche hier dein kostenloses Kennenlerngespräch. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.


Noch nicht genug geschmunzelt?

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, findest du hier noch mehr Gedanken und Aha-Momente rund ums Thema Ordnung:

👉 Warum streiten wir uns immer übers Aufräumen?

Warum offene Schranktüren oder herumliegende Socken oft gar nicht das eigentliche Problem sind.

👉 Ordnung schaffen, aber wo anfangen?

Der erste Schritt ist oft einfacher, als du denkst. Hier zeige ich dir, wie du nachhaltig Ordnung schaffst, ohne dich zu überfordern.


Sabrina Müller
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